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DAS HAUS II

Der Einzige, der keine Ahnung von alldem hatte, obwohl er im Haus des Grafen wohnte war Alex. Alex war der Sohn des Grafen, doch er war nach der Aussage des Grafen selbst, zu jung für dieses Vergnügen, wenn er älter war würde er schon erfahren worüber sein Vater sich täglich so köstlich amüsierte. Doch Alex war schon siebzehn und fühlte sich keineswegs zu jung, allerdings wollte niemand ihm sagen, was er verpasste. Deshalb wollte er es selbst herausfinden. Er stand nun dort, wo diese Erzählung begonnen hat. Auf dem Weg, der hoch zu dem Haus führte, dem Ort der so viel Geheimnisse barg und der auf Alex eine Faszination ausstrahlte, dass er eine Gänsehaut bekam, wenn er nur daran dachte diesen Begeisterungerweckenden Ort zu betreten. Auf dem Weg hierher, hatte er sich durchs Dorf geschlichen, er hat durch die Fenster gespäht und die Bewohner bei ihren Unterhaltungen belauscht, alle schienen sich vor dem Haus zu fürchten, alle redeten über es mit zitternden Stimmen und auch nur leise flüsternd, als wenn sie Angst hätten, dass das Haus sie hören könnte. Doch Alex spürte keine Furcht, nur Begeisterung und Freude. Freude, endlich diesen Ort betreten zu können, nichts und niemand würde ihn dieses Mal aufhalten. Weder seine Mutter die ihn bei seinem ersten versuchten Ausbruch, vor vier Jahren erwischt hat, weder sein Bruder, der ihn bei seinem zweiten Ausbruch vor drei Jahren aufgehalten hat, weder der Vertraute seines Vaters, der ihn vor zwei Jahren kurz vor dem betreten des Dorfes entdeckt hat, noch sein Vater, der ihn vor einem Jahr grün und blau geprügelt hat, als er bemerkte, dass sein Sohn fort und auf dem Weg zum Dorf war. Noch nie war Alex so weit gekommen, noch nie war er dem Haus so nah gewesen. Er machte den ersten Schritt hinter die Grenze, die der Zaun darstellte, der scheinbar vor vielen Jahren von den Bewohnern des Dorfes errichtet worden ist. Sofort jagte ein Schauer durch Alex' Körper, ein Gefühl der Erregung, der vollkommen Freiheit, der endlosen Gebundenheit, der absoluten Verfügbarkeit, der unerschütterlichen Freude und der nie dagewesenen Faszination durchströmte seinen Körper. Es war, als lebte er nur für diesen Augenblick, er war nur da, um dieses Haus zu spüren, es wahrzunehmen, für es da zu sein. Er wollte alles für das Haus tun, er war bereit, seine Seele zu geben, wenn es verlangt würde. Alex wagte einen weiteren Schritt und das Gefühl verstärkte sich, er wollte dem Haus nahe kommen, immer näher. Er wollte das Haus betreten und es nie verlassen. Er ging weiter, Schritt für Schritt bewegte er sich stetig auf das Haus zu. Er wagte es nicht zu rennen. Wer rannte schon auf seinen Herrscher zu? Rennen wäre dem Haus unwürdig gewesen. So schritt Alex, gesenkten Hauptes unterwürfig auf das Haus zu. Er wollte ihm nah sein, für immer bei ihm sein, seine Macht spüren, doch er geduldete sich, verärgern wollte er das Haus keinesfalls. Er erklomm die letzten Stufen vor dem Tor des Hauses und hielt inne. Seine Hände, nein, sein ganzer Körper zitterte vor Begeisterung und Ehrfurcht. Er war da. Er stand davor. Vorsichtig hob er seine Hand und legte sie auf eine der riesigen Türen des Portals. Er spürte die Wärme des Hauses wie die eines Lebewesens. Zitternd lies er die Hand einen Moment lang liegen und atmete tief durch. Alex' Herz schlug schnell, sein Puls raste, er atmete eilig. Es war unglaublich was für eine Macht diesem Haus innewohnte. Er konnte sich nicht mehr beruhigen vor Aufregung. Er wollte nur noch eins, dieses Haus betreten und für immer dort verweilen. Er wollte ganz für das Haus da sein, für immer. Er nahm die andere Hand hoch und legte sie ebenfalls auf das Tor, er nahm seine ganze Kraft zusammen und "Tu das nicht!" Vor Schreck trat Alex einen Schritt nach hinten und stolperte die Treppe runter, mit wackeligen Knien stand er auf dem steinigen Boden und schaute sich um wer ihm solch einen Schreck eingejagt hatte. Dann enteckte er sie: "Oli!" Unglaubliche Wut und nie dagewesener Hass stiegen in ihm auf. Wie konnte sie es wagen? Dieses Mädchen hatte den schönsten Moment seines Lebens zu Nichte gemacht. Rasend vor Wut stürzte er sich auf sie, doch sie wich ihm im letzten Moment auf, stolperte über einen Stein und stürzte. "Sag mal spinnst du?" rief sie vor Entsetzen, "Was fällt dir ein dich auf mich zu stürzen?" Sie richtete sich wieder auf und ging zwei Schritte auf Alex zu, dann stoppte sie beim Anblick von Alex' wütend blitzenden Augen. Vorsichtig hob sie die Hand. "Alex? Was ist los mit dir?" "Du!" schrie er sie an, "Du hast alles kaputt gemacht! Ich war kurz davor, ich war rein, ich war war ohne jegliche Gedanken für etwas anderes als das Haus! Du hast alles zerstört!" Wütend machte einen Schritt vor auf Oli zu und hob drohend die Hand, worauf das Mädchen sofort wieder einen Schritt zurückwich, Alex fuhr fort: "Wie soll ich es betreten, wenn mein Herz erfüllt ist von anderen Gefühlen? Gefühlen die nicht hierher gehören?" Oli starrte Alex entsetzt an, "Was redest du da? Alex was ist mit dir los? Irgendetwas stimmt nicht mit dir." Verzweifelt versuchte sie die Tränen zu unterdrücken, die ihr bei der jämmerlichen Erscheinung ihres besten Freundes in die Augen schossen.
5.4.07 21:16
 


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