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Eine kleine Geschichte

Er lief und lief und lief, doch der Gang schien kein Ende zu haben. Hinter sich hörte er die Klauen des Wolfes auf dem Marmor scharren. Er hatte ihn gleich erreicht. Er musste schneller laufen, noch schneller, sonst würde der Wolf ihn gleich haben. Doch er konnte nicht mehr, seine Beine schmerzten, wie noch nie zuvor und die Luft war ihm schon lange ausgegangen.
Keuchend versuchte er seine Beine weiterzubewegen, doch sie schienen bald aufzugeben. Seine nackten Füße brannten von den ettlichen Wunden die er sich zugezogen hatte, als er durch die Scherben gelaufen war. Mit einer Hand fuhr er sich durch das große, schweißnasse Gesicht und zwang sich noch weiter zu laufen.
Dort! Eine Nische war in der Wand, nur wenige Schritte entfernt. Vieleicht konnte er sich dort verstecken. Unter größter Mühe schaffte er noch die letzten Schritte und quetschte sich durch den Gang, der sich zu seiner rechten auftat. Hier hingen keine Fackeln an den Wänden, er konnte nur wenige Schritte weit sehen. Die Wände waren gerade so weit auseinander, dass sein breiten Hüften sie nicht  berührten.
Er musste weiterlaufen, er war noch lange nicht in Sicherheit. Sein Keuchen war so laut, dass der Wolf ihn ohne Mühe aufspüren würde. Doch seine Beine versagten ihm schließlich den Dienst. Erschöpft sank er auf den Boden und hielt sich den zerfetzten Stoff seines T-Shirts vor den Mund, in der Hoffnung sein Atmen würde dadurch leiser werden.
Er kam. Brüllend rannte der Wolf über das Marmor, das Scharben der Krallen war unüberhörbar. Er schaute nach links und konnte gerade noch die schwarze Siluette an sich vorbeirasen sehen. Es war vorbei. Der Wolf hatte ihn tatsächlich nicht bemerkt.
Erleichtert atmete er auf. Er gönnte sich endlich einen Moment Ruhe und schloss die Augen. Sterne flitzten um ihn herum und bereiteten ihm Kopfschmerzen, so öffnete er die Augen wieder.
Brennend meldeten sich wieder seine zerschnittenen Füße zu Wort. Er wollte nach ihnen sehen, um herauszufinden, wie schlimm es um sie stand, doch sein gewaltiger Bauch versperrte ihm die Sicht.
Nach mehreren Minuten richtete er sich wieder auf. Alles in ihm wollte sich gegen den erneuten Aufbruch wehren, aber er musste weiter, er musste nach Hause.
So setzte er seinen Weg durch den neu entdeckten Gang fort.

26.3.07 20:02
 


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